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Was mache ich auch unter der Erde - in Chile?

Und vor allem: Wieso stehe ich so früh auf dafür - an einem Samstag? In der netten Begleitung von dreien meiner 32 Mitbewohner (Pauline, Emelie und Daniel) haben wir uns also frühestens auf den Weg gemacht, um die größte unterirdische Kupfermine El Teniente sowie die dazu gehörende Geister-Stadt Sewell zu besuchen.

Nach 2 Stunden Fahrt kamen wir also bei der ersten Station an, um unsere Sicherheitskleidung in Empfang zu nehmen, wahrscheinlich das spaßigste an der ganzen Reise. Ausgerüstet mit einer oragenen Warnweste, den dicksten und schwersten Stiefeln der Welt, einem Helm, einem Überlebensgürtel mit Licht, Sauerstoff und was weiß ich wie vielen Gewichten sind wir wieder zurück in den Bus geklettert, um die Welt der Mine zu erkunden. Allerdings habe ich beim Anziehen der Sachen wirklich nicht daran denken dürfen, wie viele Menschen vor mir schon diverse Körperflüssigkeiten in all den Sachen gelassen hatten :D Chile halt.

Die Fahrt danach war wenig schön, bedenkt man, dass wir durch eine Gegend gefahren sind, in der Dank der giftigen Stoffe, die durch die Minenarbeit in die Luft gelangen, die ganze Gegend nachhaltig zerstört haben und dass die seit 20 Jahren laufenden Begrünungsmaßnahmen eher ein Witz sind. Und plötzlich wurde es dunkel und wir waren drin. Huh...wie unspannend - leider.

Ein bisschen durch die Gänge irren, sich ausführlich erklären lassen, was wie abgebaut wird, um dann zu hören, dass wir nichts davon sehen werden aus Sicherheitsgründen. Geld zurück bitte? Wenigstens sind wir in einen Raumn gekommen, in dem ein riesiger Zerstör-Mix-Stampfer-Steine-Töter die zu großen Steine, die ununterbrochen einfließen, ja...kleinstampft. Dabei gibt es so viel Krach, Funken und alles ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen, das war cool. 

Damit endete unser Besuch aber auch schon wieder und 4 super enttäuschte Gesichter sind wieder in ihren Bus gestiegen, um das mittelprächtige Miner-Essen über sich ergehen zu lassen.

Sewell schließlich ist die ehemalige Stadt, in der die Miner gewohnt haben. Seit Jahren wohnt hier allerdings kein Mensch mehr, obwohl es Patrimonio Cultural de la Humanidad ist. Mir fällt gerade das deutsche Wort nicht ein. Jedenfalls sind die Häuser, die ähnlich wie Kasernen aussehen, den Hang hinauf gebaut und in allen erdenklichen Farben bemalt - sieht wirklich beeindruckend aus, wie es sich vor einem aufbaut, aber leider ist inzwischen alles ziemlich heruntergekommen, weil die chilenischen Restauerierungsarbeiten wahrscheinlich eher nur mit dem Mund ausgeführt werden. Durch den ständig schmilzenden und wieder neu hinzukommenden Schnee verottet eben alles munter vor sich hin. Die Stadtbesichtigung war auch eher mittelmäßig organisiert, aber hübsch wars.

Alles in allem haben wir mehr mit Fahren, Organisieren und Warten verbracht als mit der eigentlichen Exkursion - ich denke, an der Kürze meines Eintrages könnt ihr die Begeisterung spüren.

Lade jetzt noch die Bilder von La Serena hoch und hoffe, dass ich morgen mit einem Bericht darüber folgen kann.

Uni ist nämlich rum und ich habe unendlich viel Zeit, Dinge nachzuholen - so wie Blog schreiben. Dieses Mal auch wirklich, ehrlich, sicher.

 

Abrazo.

 

P.S.: Kadda, du kriegst morgen auch eine Antwort. Habe mich sehr über die Mail gefreut!

23.11.10 02:13
 


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