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Wie ein Wochenende so gut anfangen und so beschissen aufhören kann...

Ich lasse heute einfach mal den obligatorischen Wochenverlauf aus, der dieses Mal aus noch weniger Zeit als sonst bestand, und komme gleich mal zum Auf und Ab meines Wochenendes

Samstag konnte endlich der langersehnte Ski-Trip in den Anden stattfinden. Nachdem es zwischenzeitlich richtig düster aussah mit den Teilnehmern, haben wir es am Ende immerhin auf eine beachtliche Zahl von 21 (+2) Teilnehmer geschafft. Die +2 Teilnehmer sind anscheinend ebenfalls Austauschstundenten meiner Uni, die ich aber noch niiiiiie gesehen habe, die aber plötzlich im Bus saßen und behauptet haben, sie seien in meiner Gruppe (ich muss dazu sagen, dass ich "jefe de grupo" war, weil ich das ganze Trara natürlich wieder organisiert habe). Joa, ich muss nicht dazu sagen, dass es sich hierbei um Mexikaner handelte - werde mich wohl nie an diese südamerikanischen Gepflogenheiten gewöhnen. Da sie sich immerhin bereit erklärt haben, alle Kosten direkt zu zahlen, was mir das dann auch herzlich egal.

Unsere internationale Truppe hat sich also in der folgenden Stunde auf einer wirklich beachtlichen Serpentinen-Straße ca. 3000m in die Höhe geschraubt, um der Sonne und dem vollkommen wolkenlosen Himmel immer näher zu kommen. Angekommen, ging es noch schnell zum Skiverleih und dann ab mit den Anfängern zum Skikurs. Dort habe ich es dann leider doch nicht länger als 5 Minuten ausgehalten, weil ich mich doch zu "advanced" für den Schneepflug gefühlt habe. Bin dann also mit einer anderen Gruppe über einige Pisten gedüst, habe dank eines bestechend schlechten Equipments Bekanntschaft mit einer Eisplatte gemacht und bin mit wirklich brennenden Oberschenkeln beim Mittagessen angekommen. 

Mittags habe ich mich dann einer Anfängerin angenommen, um die ich wirklich ein bisschen Angst hatte und immerhin haben wir in 2 Std. 4 Pisten geschafft. Völlig erledigt, aber oberglücklich über Schnee und die famoseste Aussicht der Welt, haben wir dann auch irgendwie den Weg wieder zurück in den Smog von Santiago geschafft. Ski fahren in den Anden lohnt sich!

Leider werde ich euch die Fotos davon niemals in meinem Leben präsentieren können, weil ich seit gestern u.a. keine Kamera mehr besitze. Unglaublich schönen Tagen in Chile müssen wohl richtig schlechte folgen! Nachdem ich den ganzen Tag halbtot von Sonne und anderem irgendwo über meiner Hausarbeit für Freitag hing, habe ich mich abends dann mit "meiner deutschen Familie" zum Essen getroffen. Habe mich dann mit Frank und Christian zu Fuß auf den Heimweg gemacht, weil die beiden nahe eine Bushaltestelle wohnen, an der mein Bus nach Hause hält. In der Mitte zweier großer Straßen ist ein Park durch den wir schon einige Male, auch nachts um 1 Uhr, ohne Probleme gelaufen sind.

Doch gestern hatten wir das Glück Bekanntschaft mit einigen aggressiven Fußball-Fans zu machen =/ nachdem sie uns eine Weile friedlich gefolgt sind, ist einer von einer auf die andere Sekunde in Christians Rücken gesprungen und sofort waren zwei andere bei ihm, die seine Hosentaschen befühlt haben und Geld wollten. Glücklicherweise hatte er nichts dabei! Doch dann haben sie meine Tasche, die ich zwischenzeitlich unter meinen Arm geklemmt hatte, gesehen. Ich hatte noch gar nicht reagiert, da hatte sie mir schon einer von hinten unter dem Arm rausgerissen und das Weite gesucht. Als er dann einen Haken Richtung Straße schlug, bin ich, dumm wie ich war, weil ich nur an meine Tasche denken konnte, ihm über die 4spurige Straße hinterher gerannt. Und mein bester Frank ist natürlich wiederum mit hinterher. Als sie dann aber angefangen haben ihre Flaschen nach uns zu schmeißen, bin ich stehengeblieben. Und obwohl wir überhaupt nichts mehr in Richtung Verfolgung unternommen haben, kamen 4 weitere Jungs von hinten an und fingen einfach an, den armen Frank wie blöd zusammenzuschlagen. Gott sei Dank hat er sich geistesgegenwärtig auf den Boden geworfen, um sich zu schützen. Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie schrecklich es ist, mitansehen zu müssen, wie einer meiner Freunde zusammengeschlagen wird. Ich bin dann auf die Straße gerannt, um das nächste Auto anzuhalten. Die Chilenen im Inneren waren super nett, haben sofort angehalten und sind ausgestiegen. Das haben die Schlägertypen auch gesehen und sind endlich abgehauen. Und dann liegt da ein regungsloser Frank in seinem eigenen Blut, grausam!!!

Nach einer Stunde Warten auf die Polizei (die Chilenen waren die ganze Zeit bei uns!) und einem netten Herren, der mir sogar die Überreste meiner Tasche wiedergebracht hat, sind wir dann endlich mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren worden. Während ein Polizist meine Daten und meinen Fall aufgenommen hat (mir fehlen NUR meine Kamera, mein Portemonnaie mit Geld, deutschem und chilenischem Perso - Kreditkarte und alles habe ich noch), ist der andere mit Frank in die Notaufnahme, wo dieser dann erst auseinander genommen und anschließend außen am und innen im Mund genäht wurde und einen hübschen Tampon in die Nase bekam.

Tja, jetzt bin ich wenigstens mal von der Polizei heimgebracht worden und habe einen wirren Tag hinter mir, muss den ganzen Mist bei den Behörden wieder beantragen und sehe in jedem Kerl einen potenziellen Übeltäter, aber am meisten tut mir die Geschichte mit Frank Leid. So ein Müll...

Okay, meine Lieben, seid nicht beunruhigt, aber ich habe keine große Lust mehr über das Thema zu reden, habe es schon so oft getan heute - in allen Sprachen, die ich kann und ich habe morgen eine Prüfung.

Melde mich bald mit schönen Neuigkeiten. Aber es ist alles in Ordnung. Chile ist großartig, trotz allem!!!

Küsschen <3

24.8.10 04:33
 


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